
Wir sind die Rettungshundestaffel des BRH (Bundesverband Rettungshunde e.V.) im Heidekreis und im Landkreis Rotenburg Wümme. Unser Team besteht aus sehr gut ausgebildeten, erfahrenen Hundeführer/innen und Führungskräften mit langjähriger Einsatzerfahrung.
Unsere Rettungshundeteams werden nach den Richtlinien des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) ausgebildet. Mit geprüften Mantrailingteams, Flächenhundeteams und Trümmerhundeteams stehen wir der Polizei, den Katastrophenschutzbehörden und anderen Hilfsorganisationen rund um die Uhr kostenlos für Einsätze zur Verfügung! Wir arbeiten rein ehrenamtlich!

Mantrailing
Mantrailer – auch Personenspürhunde genannt – suchen gezielt nach einer bestimmten Person. Dafür erhalten sie zu Beginn der Suche einen Geruchsartikel, also einen Gegenstand, an dem der individuelle Geruch der vermissten Person haftet.
In der Regel startet die Suche an dem Ort, an dem die Person zuletzt zuverlässig gesehen wurde oder von dem sie losgegangen ist. Von dort aus nimmt der Mantrailer die Spur auf und verfolgt sie Schritt für Schritt.
Dabei muss der Hund verschiedene Einflüsse richtig einordnen: Regen, Wind oder längere Liegezeiten können eine Spur abschwächen oder verteilen. Auch überlagernde Gerüche anderer Personen müssen erkannt und von der gesuchten Spur unterschieden werden.
Der Mantrailer zusammengefasst:
•sucht gezielt nach dem Individualgeruch einer bestimmten Person
•arbeitet ab dem letzten bekannten Aufenthaltsort oder Startpunkt
•folgt der Spur auch durch belebte oder geruchsintensive Umgebungen
•kann im Einsatz – mit Pausen – mehrere Kilometer zurücklegen

Flächensuche
Flächenhunde kommen zum Einsatz, wenn eine vermisste Person in einem großen, unübersichtlichen Gebiet gesucht wird. Besonders häufig arbeiten sie in Waldgebieten, sie können aber auch auf Wiesen, Feldern oder anderen weitläufigen Flächen eingesetzt werden. Durch regelmäßiges Training in unterschiedlichen Geländeformen lernen die Hunde, selbstständig, ausdauernd und zuverlässig zu suchen – unabhängig davon, ob das Gelände dicht bewachsen, offen oder schwer zugänglich ist.
Der Flächenhund zusammengefasst:
•arbeitet im Freilauf ohne Leine
•sucht große Flächen systematisch und mit hoher Ausdauer ab
•arbeitet auch in unübersichtlichem oder dicht bewachsenem Gelände
•kann je nach Witterung und Bewuchs bis zu zwei Stunden eingesetzt werden
•durchsucht etwa 3 bis 5 Hektar Waldfläche in rund 30 Minuten

Trümmersuche
Trümmerhunde kommen zum Einsatz, wenn Menschen unter eingestürzten Gebäudeteilen, Trümmern oder schweren Lasten vermutet werden. In solchen Lagen zählt jede Minute: Verschüttete haben häufig nur ein begrenztes Zeitfenster, in dem sie gefunden und gerettet werden können.
Die Suche stellt hohe Anforderungen an Hund und Hundeführer. Der Trümmerhund muss sich sicher auf instabilem, unebenem oder schwer zugänglichem Untergrund bewegen können – oft in Höhen oder Tiefen und häufig außerhalb der direkten Sicht seines Hundeführers.
Dabei arbeitet der Hund weitgehend selbstständig: Er teilt sich den Suchbereich ein, trifft eigene Entscheidungen und bleibt zugleich über Ruf-, Pfiff- oder Sichtzeichen lenkbar.
Der Trümmerhund zusammengefasst:
•sicheres Arbeiten auf Trümmern, in Höhen und Tiefen
•eigenständiges Absuchen festgelegter Bereiche
•trifft eigene Entscheidungen in der Suche
•zuverlässige Lenkbarkeit durch den Hundeführer
•konzentriertes Arbeiten trotz Lärm, Staub, Gerüchen und schwieriger Umgebung
•nimmt der Hund menschliche Witterung wahr, zeigt er diese an der Stelle der stärksten Witterung an – idealerweise durch anhaltendes Verbellen, damit die Einsatzkräfte den Fundpunkt eindeutig lokalisieren können.

Wasserortung
Wenn Menschen in einem Gewässer vermutet werden, kommen die Wasserortungshunde zum Einsatz Hierbei geht darum, den Bereich, in dem sich der Mensch aufhält, einzugrenzen, damit nachfolgende Taucher und Rettungskräfte mit technischem Ortungsgerät einen begrenzten Suchraum erhalten und so die Findewahrscheinlichkeit steigt.
Unsere Hunde helfen auf diese Weise nachfolgenden Kräften wie Tauchern dabei den Raum der Suche einzugrenzen und so Ressourcen zu schonen und Einsatzradien zu vergrößern.